Kann man die Fahrtenbuchmethode auch als Arbeitnehmer geltend machen?

24. Oktober, 2018

Folgenden Fall hatte das Finanzgericht München zu entscheiden:

Ein Arbeitnehmer eines Konzerns beantragte im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung für die private Nutzung und für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit seinem Dienstwagen die Anwendung der Fahrtenbuchmethode. Die dem Fahrzeug zuzuordnenden Aufwendungen konnte er nicht durch einzelne Belege nachweisen. Die Fahrzeugkosten des umfangreichen Konzernfuhrparks wurden nicht den einzelnen Fahrzeugen direkt zugeordnet, sondern im Wege des Umlageverfahrens auf alle Fahrzeuge verteilt.


Das Finanzgericht München lehnte die Anwendung der sog. Fahrtenbuchmethode ab, da der lückenlose Nachweis über die für das Fahrzeug entstandenen Aufwendungen nicht geführt worden ist. Die nur in einer Summe mitgeteilten Kosten und teilweise nicht individuell ermittelten Werte sind nicht berücksichtigungsfähig. Die Gesamtkosten sind insgesamt durch einzelne Belege lückenlos nachzuweisen. Schätzungen, auch Teilschätzungen, oder eidesstattliche Versicherungen ersetzen nicht den Belegnachweis.

Wenn Ihr Arbeitgeber nur die 1%-Methode in Ihrer Gehaltsabrechnung anwendet, Sie aber die für Sie steuerlich bessere Fahrtenbuchmethode im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung ansetzen wollen, dann klären Sie bereits im Vorfeld, dass für Ihr Fahrzeug alle Kosten/Nachweise eindeutig festgehalten und dokumentiert werden und Sie am Jahresende diese Nachweise und Dokumentationen bekommen können.


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