Gibt es einen E-Knigge?

04. August, 2019

Grundsätzlich zu beachten: Werte gelten auch im Netz

Was für den persönlichen Umgang zwischen Menschen gilt, gilt ebenso im Internet. Respekt, Diskretion, Achtsamkeit und Einfühlungsvermögen sind die Basis auch für die neuen Kommunikationskanäle.


KISS: Keep it short and simple

Das Internet ist auf schnellen Austausch ausgelegt. Kurz, knapp und präzise sollten deshalb Informationen dargestellt werden. Erhöhen Sie die schnelle Lesbarkeit durch eine klare Struktur, z. B. mit Fettdruck und Aufzählungszeichen. Absätze gliedern den Text und sorgen für Übersichtlichkeit.


E-Mails: Ablösung des klassischen Geschäftsbriefs

„Das Leben ist kurz, aber man hat immer Zeit für Höflichkeit.“ Diese Regel gilt auch für E-Mails, die den klassischen Geschäftsbrief per Post in weiten Bereichen abgelöst haben. Neue Rechtschreibung und korrekte Interpunktion sind selbstverständlich. Der vor einigen Jahren initiierte Versuch, alle Wörter klein zu schreiben, hat sich nicht durchgesetzt.

Geschäftliche Mails beinhalten eine korrekte und höfliche Anrede, in der Regel „Sehr geehrter Herr X“ bzw. „Sehr geehrte Frau Y“. Bei Gesprächspartnern, die sich länger kennen, hat sich das vertrauliche „Hallo Herr X/Frau Y“ etabliert.

Die Betreffzeile enthält Stichworte zum Inhalt. Jede Suche fällt leichter, wenn diese Stichworte aussagekräftig sind. Bevor E-Mails weitergeleitet werden, sollte der Betreff unbedingt nochmals geprüft werden.

Da die Mail keinen Briefkopf mit Kontaktdaten hat, werden diese Informationen in die Signatur gesetzt, die auch den Vor- und Nachnamen sowie die Bevollmächtigung (ppa., i. V. oder i. A.) enthält.

Als Grußformel wird heute meist das modernere „Freundliche Grüße“ dem früher verwendeten „Mit freundlichen Grüßen“ vorgezogen.


Wie formell oder informell darf es sein?

Abkürzungen wie „LG“ oder „lol“ und Emoticons werden weitgehend privat verwendet. Es gilt: Je weniger sich die Geschäftspartner kennen, desto formeller ist der schriftliche Austausch. Je besser sie sich kennen, desto informeller darf es sein. In Firmen, in denen sich die Mitarbeiter duzen oder sogar per WhatsApp-Gruppe vernetzt sind, ist der Umgangston lockerer und der Austausch kann per WhatsApp auch mit Kunden oder Geschäftspartnern erfolgen, allerdings ist das die Ausnahme. Im Zweifelsfall gilt: Absprachen treffen.


Facebook-Knigge: Professioneller Auftritt auch hier besonders wichtig

Viele Firmen sind inzwischen auf Facebook vertreten. Diese Form der Online-Präsenz dient der Vernetzung mit Kunden, Geschäftspartnern oder neuen Kontakten; sie sollte ebenso professionell und positiv gestaltet sein wie die eigene Homepage. Fehlerfreie Schreibweise und Verwendung der Standardsprache zeigen Respekt.

Für alle Beiträge gilt: Respektvoller und wertschätzender Umgang mit Mitmenschen.

 

Twitter: Kurznachrichtendienst mit besonderen Herausforderungen

Nicht nur Politiker, sondern auch der Papst, Sportler, Prominente und Firmen nutzen inzwischen diese Form des individualisierten Kurznachrichtendienstes, in dem Sie aktuell über interessante Ereignisse Ihres Unternehmens informieren können. Da der Tweet eine begrenzte Länge hat, gilt es, direkt auf den Punkt zu kommen.

Als Profilbild kann das Logo der Firma dienen, die Biografie ist der erste Eindruck, der attraktiv und neugierig machen sollte.

Jeder Tweet und jede Reply (Antwort) sollte den professionellen Stil Ihres Unternehmens widerspiegeln.


Grundsätzlich gilt: Achtsam sein

Bei jeder Spur, die Sie im Netz hinterlassen, ist zu bedenken: Sie sind die Botschaft und dienen anderen möglicherweise als Vorbild.

Quelle: Haufe


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